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23 | 06 | 2018
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TELOGS AB Continental Bild 2 2TELOGS modernisiert für Continental
Die Continental AG zählt zu den wichtigsten Zulieferern der Automobilindustrie. Einen Teil der weltweiten Versorgung von Originalersatzteile-Kunden, Fachhändlern und Direktkunden wickelt das Tochterunternehmen Continental Trading GmbH am Standort Babenhausen ab. Um auch weiterhin eine optimierte und termingerechte Lieferung der Produkte zu gewährleisten, beauftragte Continental Trading die TELOGS GmbH mit der Entwicklung eines Konzepts für die steuerungstechnische Modernisierung des automatischen Kleinteilelagers (AKL) und der vorgelagerten Fördertechnik. Im laufenden 2-Schicht-Betrieb rüstete der Instandhaltungs- und Retrofitexperte die gesamte Antriebs- und Steuerungstechnik auf SPS-S7 um und baute das Sicherheitskonzept sowie den Benutzerkomfort der Anlage aus. Zudem wurde ein Materialflussrechner (MFR) auf Rechnerbasis installiert. Erfreulicher Nebeneffekt ist die Energieeffizienz der neuen Lösung.

Fast jeder, der ein Auto fährt, hat bereits einmal in der Werkstatt Ersatzteile bekommen. Die Chancen stehen gut, dass diese Komponenten aus dem Global Logistics Center der Continental Trading GmbH in Babenhausen (Hessen) stammen. Denn Continental ist nicht nur ein Hersteller von Autoreifen, sondern gilt auch als einer der größten Automobilzulieferer der Welt. Aus dem Global Logistics Center werden täglich mehrere zehntausend Teile aus dem Sortiment an Kunden in der ganzen Welt verschickt. Das Spektrum umfasst mechanische und elektronische Ersatzteile, aber auch komplette Geräte – beispielsweise Anzeigegeräte wie Tachometer, Fahrtschreiber und Reifendruck-Kontrollsysteme. Da keiner länger als nötig auf sein Fahrzeug verzichten möchte, sind zuverlässige und schnelle Lieferungen gefragt. Wichtigstes Werkzeug zur Erfüllung dieser Aufgabe: die automatische Logistikanlage des Global Logistics Center in Babenhausen. Diese besteht aus einem Hochregallager und einem dreigassigen automatischen Kleinteilelager, das von drei Behälterregalbediengeräten versorgt wird. Diesem Komplex vorgelagert ist eine Behälterfördertechnik mit Kommissionier- und Einlagerzone. Gesteuert wurden das 1997 in Betrieb genommene AKL und die Behälterfördertechnik von einem Materialflussrechner über SPS.

Zuverlässigkeit auf der Strecke Babenhausen–Welt
Um einen störungsfreien Betrieb zu gewährleisten und die Verfügbarkeit entscheidender Ersatzteile langfristig zu sichern, beauftragte Continental die TELOGS GmbH. Gegenstand der Modernisierung war die Aktualisierung der SPS, der Bustechnik im AKL sowie weiterer wesentlicher Antriebs- und Steuerungskomponenten. Zur Steigerung der Bedienerfreundlichkeit wünschte sich der Automobilzulieferer zudem eine Visualisierungsmöglichkeit. „Auf Basis einer TELOGS-Analyse haben wir uns auf die für Continental Trading passende Neukonzeption verständigt. Damit konnten wir zudem eine Reihe weiterer Optimierungen im Sinne unserer Kunden vornehmen", erinnert sich Bernd Landgraf, Manager Global Logistics Center bei Continental. Darüber hinaus sollte TELOGS das Sicherheitskonzept und die Energieeffizienz der Anlage verbessern und diese an den bestehenden Lagerverwaltungsrechner anbinden.

Wochenendkur für die Logistikanlage
Grundlage des Modernisierungskonzepts war ein gemeinsamer Workshop beider Partner. Neben der bereits bestehenden Aufgabenstellung kristallisierte sich dabei eine weitere Anforderung an den Retrofitexperten heraus: Alle Arbeiten mussten im laufenden Betrieb abgewickelt werden. TELOGS konnte infolgedessen nur von Freitagabend bis Montagmorgen um 6:00 Uhr umrüsten und austauschen. Danach hatte die Anlage wieder voll einsatzfähig zu sein. Möglich war das nur mit einem engmaschigen Einsatzplan. Dieser sah den sukzessiven Austausch der Steuerungen der drei AKL-Geräte vor. Das bedeutete, dass nicht umgerüstete RBG parallel zu den bereits modernisierten RBG betrieben werden mussten. Die Steuerungs- und Antriebstechnik der RBG konzipierten die Planer nach den neuesten Kriterien der Sicherheitstechnik: Dazu wählte TELOGS eine Safety-SPS sowie eine Antriebstechnik, die bei Abweichungen vom Geschwindigkeits- oder Positionsprofil sicher abschaltet. So wird ein Beitrag zur Risikoreduzierung geleistet und Personen- und Maschinenschäden werden vermieden. Um den Energieverbrauch der Anlage zu senken, tauschte der Retrofitexperte die gesamte Antriebstechnik inklusive der Motoren aus und integrierte eine Variante mit entsprechenden Servoverstärkern. In diesem Konzept wird die Bremsenergie einer Achse zum Antrieb der jeweils anderen Achse genutzt. „Die neue Antriebsregelung macht ein exaktes Positionieren der RBG möglich und reduziert zudem den Verschleiß der Mechanik. Damit steigern wir die Leistung der AKL-Regalbediengeräte deutlich", beschreibt Bernd Landgraf ein Resultat der neuen Lösung. Darüber hinaus wurde das bestehende Busnet zur Kommunikation zwischen der Fördertechnik und den RBG durch Profisave auf der Basis von Profinet ersetzt. Dieses ist derzeit eines der modernsten und sichersten Datenübertragungssysteme in der Automatisierungstechnik.

Mehr Bedienerfreundlichkeit
Eine weitere Aufgabe von Continental war die Steigerung der Bedienerfreundlichkeit. Dazu koppelte TELOGS die Anlage mit dem bestehenden Lagerverwaltungsrechner und integrierte einen neuen Materialflussrechner. Dieser erfüllt gleich mehrere Aufgaben: So ersetzt er die bis dahin von der Steuerung über Protokollwandler übernommene Kommunikation mit dem Lagerverwaltungsrechner. Zudem stellt er eine Visualisierung des gesamten AKL bereit und zeigt Betriebszustände auf Daten- oder Steuerungsebene an. Über weitere Auswertungsmöglichkeiten stellt er dem Anlagenbetreiber relevante Daten für den Logistikbetrieb zur Verfügung.

Nachhaltiger und langfristig sicherer Betrieb
„Alle Maßnahmen sind darauf ausgerichtet, langfristig einen störungsfreien Betrieb zu gewährleisten. Wir haben nicht nur auf die Kompatibilität der Bauteile geachtet, sondern auch darauf, dass diese noch mindestens zehn Jahre und länger am Markt verfügbar sein werden", erläutert Jürgen Dönges, Geschäftsführer von TELOGS im Nachhinein das Vorgehen. Dank der langfristigen Verfügbarkeit der Ersatzteile und einer Reduzierung des Störungsrisikos konnte Continental die Anlagenleistung des AKL steigern. Durch die Vermeidung von Störungen werden zudem die Reparaturkosten für die nächsten Jahre signifikant sinken. „Von unseren Kunden hat keiner etwas von der Lagermodernisierung bemerkt. Das ist für mich neben der neu gewonnenen Zuverlässigkeit der Anlage ein wichtiges Gütesiegel für die Leistung von TELOGS", so Bernd Landgraf.

Unternehmenskontakt
Jürgen Dönges • TELOGS GmbH
Im Ostpark 25 • 35435 Wettenberg
Telefon: 0641-944 649 0 • Fax: 0641-944 649 30
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