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19 | 01 | 2018
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Der Markt für die Lagerung von Blechen und Flachgütern ist nach wie vor in Bewegung. Der verantwortungsbewusste Umgang mit Ressourcen spielt dabei ebenso eine wesentliche Rolle wie die vollautomatische Integration von Produktionsprozessen. Unsere Redaktion sprach mit Matthias Remmert, Geschäftsführer der Friedrich Remmert GmbH, über aktuelle Trends und Tendenzen in der Blechbevorratung sowie der angeschlossenen Bearbeitung.

Redaktion: Herr Remmert, als Experte für Blechlagerung kennen Sie den Markt sehr gut. Welche aktuellen Trends gibt es?
Matthias Remmert: Angesichts steigender Energiekosten geht auch in der Blechbevorratung der Trend immer stärker zum Einsatz von energiesparenden Systemen. Denn der bewusste Umgang mit Ressourcen ist ein entscheidender Wettbewerbsfaktor. Deswegen haben wir unsere Lagersysteme mit zeitgemäßen Antriebssystemen ausgestattet, die eine Energierückspeisung ermöglichen. Der Vorteil ist, dass die kinetische Energie beim Bremsen bzw. Absenken von Lasten wieder in elektrische Energie umgewandelt und in das Versorgungsnetz zurückgespeist wird. Der Energieverbrauch wird dadurch im Vergleich zu Lagersystemen ohne Rückspeisung erheblich reduziert.

Redaktion: Geld sparen ist die eine Sache. Kommen wir jetzt zu aktuellen Anforderungen der Anwender. Wo sehen Sie hier Potenziale?
Matthias Remmert: Die Blech ver- und bearbeitende Industrie war in den letzten Jahren sehr von einem strukturellen Wandel gekennzeichnet. In vielen Fertigungsbetrieben sind kleine Losgrößen heute Alltagsgeschäft. Das hat sich auch auf die Lagerung des Blechmaterials ausgewirkt. Um gewinnbringend zu arbeiten, muss vor allem das Materialhandling entschieden effizienter, flexibler und schneller werden. Immer mehr Unternehmen legen deshalb Wert auf die perfekte Verknüpfung von Lager und Produktion. Das wird in Zukunft sogar noch wichtiger, denn moderne Bearbeitungsmaschinen ermöglichen bereits heute einen viel höheren Durchsatz. Um diese Potenziale zu nutzen, bedarf es einer konsequent umgesetzten Prozessautomation. Das schließt insbesondere die effiziente und zeitsparende Zu- und Abführung von Blechen und Flachgütern an die Maschinen ein. Gerade unter dem Gesichtspunkt der Industrie 4.0 wird sich hier in den nächsten Jahren noch viel tun.

Redaktion: Und was genau bedeutet das für Remmert?
Matthias Remmert: Für uns ist der Bereich Prozessautomation ein wichtiger Wachstumsmarkt. Mit unseren Roboterapplikationen bieten wir bereits heute effiziente Handlingsysteme für die Blechbearbeitung. Basierend auf den aktuellen Anforderungen unserer Kunden entwickeln wir unsere bestehenden Automationslösungen stets weiter und bauen unser Portfolio auch künftig aus. Unser Ziel ist es, unseren Anwendern schon bald noch intelligentere Robotertechnik zu bieten, die vollautomatisierte Fertigungsprozesse auch bei Maschinen mit hoher Endgeschwindigkeit ermöglicht.

Redaktion: Herr Remmert, herzlichen Dank für das informative Gespräch.

Unternehmenskontakt
Matthias Remmert • Friedrich Remmert GmbH
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